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Star Wars: Squadrons im Test

In Star Wars: Squadrons von EA kommandieren die Spieler eine Reihe von Fahrzeugen aus dieser weit entfernten Galaxie, darunter X-Wings, Tie Fighter, Y-Wings usw. und liefern sich heftige Hundekämpfe vor dem Hintergrund der Schlachten, die unmittelbar auf die Ereignisse von Return of the Jedi folgen.

Im ersten Level wird der Spieler in einen Tie Fighter gesteckt und dann in den Weltraum geschossen, wo das Ziel darin besteht, Dutzende von X-Wings abzuschießen und um riesige Raumschiffe herum zu rasen, wobei eine endlose Flut von Laserfeuer und Raketen vermieden werden soll. In einem der inspirierenderen Aspekte des Spiels können die Spieler die Energie des Schiffes nach Belieben umverteilen. Wenn man also mit feindlichem Laserfeuer konfrontiert wird, kann man sich dafür entscheiden, Energie auf die vorderen Schilde umzuleiten, bevor man diese Energie auf die Laserkanonen umleitet, wenn die Zeit für einen Vergeltungsschlag gekommen ist. Oder man kann die gesamte Energie auf die Schubdüsen geben und dem Feind lange genug entkommen, um seine Systeme wieder aufzuladen.

All das ist ziemlich aufregend… für die ersten paar Level. Nach etwa einer Stunde Spielzeit geht jede Sequenz in die nächste über, und man sehnt sich nach einer abwechslungsreicheren Erfahrung.

Sicher, es gibt coole Szenarien, in denen es um die Gefangennahme eines abgeschossenen Sternenzerstörers oder die Zerstörung einer Raumstation der Rebellen geht, aber meistens hat jeder Level das gleiche Grundkonzept: herumfliegen und Wellen von Feinden abschießen. Es ist im Grunde genommen Space Invaders, nur eben in 3D.

Vielleicht ist das der Grund, warum EA sich entschieden hat, das Produkt zu einem deutlich reduzierten Preis von 40 Euro zu verkaufen, der weit unter den Kosten von 60 Euro liegt, die bei weniger als stellaren Angeboten wie dem kürzlich erschienenen Fast and Furious: Crossroads und Predator anfallen: Hunting Grounds; und, in aller Fairness, eine kluge Marketing-Entscheidung.

Die Handlung beinhaltet konkurrierende Geschwader des fuchtelnden Imperiums und der Neuen Republik, die sich in der Endphase der ursprünglichen Star Wars-Trilogie herausfordern. Eine lustige Vielfalt von Charakteren taucht überall auf, obwohl keiner von ihnen außerhalb einiger aufwühlender Zwischensequenzen viel von sich preisgibt. Tatsächlich sind die meisten Charakter-Beats für den überspringenden Austausch zwischen Missionen reserviert und beeinflussen weder die übergreifende Story noch das Gameplay; sie fungieren meist als Bonusmaterial.

Aus diesem Grund fühlt sich Star Wars: Squadrons ein wenig unausgegoren an. Als ob die Schöpfer mit einem Kern einer Idee gekommen wären, sich aber nicht ganz sicher wären, wie man sie in zufriedenstellender Weise erweitern könnte. Daher ähnelt das Spiel eher einer vereinfachten Arcade-Erfahrung als etwas für Konsolen Neues oder Bahnbrechendes.

Doch trotz dieser Einschränkungen macht das Spiel Spaß, wenn es jeweils nur für ein paar Stunden gespielt wird. Wie bereits erwähnt, ist es aufregend, verschiedene Strategien einzusetzen, um gegnerische Flugzeuge auszuschalten, und der Kampf ist explosiv und fesselnd. Manchmal ist es allerdings eher schädlich, im Weltraum zu stehen, da sich Ihr Raumschiff eher wie eine schwebende Kapsel anfühlt als wie eine rasende Massenvernichtungskugel. Das einzige Mal, dass Sie wirklich einen Rausch spüren, ist, wenn Sie nahe genug an die Hülle eines Sternenzerstörers oder die gelegentliche Sequenz herankommen, die Sie zwingt, durch Trümmer oder Asteroiden zu fliegen. Es wäre für die Macher cool gewesen, ein paar Missionen auf der Oberfläche eines Planeten zu setzen – eine Mission, die zum Beispiel der Schlacht am Ende von Rogue One entspricht – oder Momente wie den Grabenlauf von A New Hope zu schaffen, um die Geschwindigkeit Ihres Schiffes wirklich hervorzuheben. Zum Teufel, selbst eine Option, in die dritte Person zu wechseln, hätte eine willkommene Abwechslung geboten.

Wie dem auch sei, Star Wars: Squadrons unterhält und verdient Auszeichnungen für seine gut ausgeführte Steuerung und Grafik. Und wenn man den Preis bedenkt, kann man sich kaum über zu wenig Abwechslung beklagen. Alles in allem ist dies ein schöner Start in eine potenzielle Franchise, die mit zukünftigen Beiträgen wahrscheinlich noch größere Höhen erklimmen wird.

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